Zum letzten Heimspiel der Hinrunde empfingen wir in eigener Halle den Klassenprimus und derzeitigen Tabellenführer SV Viktoria Räckelwitz 1..
Nach unserer krachenden Niederlage unter der Woche gegen die SG Ullersdorf 1., haben wir uns kaum Chancen auf Punkte ausgerechnet.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer auf Punkte keimte auf, als die Gäste mit zwei Ersatzspielern anreisten. Jedoch, bei unserer derzeitigen unterirdischen Form, war auch gegen die ersatzgeschwächten Gäste aus Räckelwitz kaum mit Zählbaren zu rechnen.
Am heutigen Tag war aber ein gewisser Spirit in unserer Mannschaft zu spüren. Jeder einzelne Spieler wollte die derbe Niederlage anfangs der Woche nicht auf sich sitzen lassen und eine bessere Leistung zeigen!
Die Doppel haben wir umgestellt, da wir eigentlich das Doppel 3 stärken wollten und wir mit unserem Stammdoppel 2 (Frank K./ Felix) kaum Siegchancen gegen das Spitzendoppel der Gäste sahen. Leider ging der Plan nicht auf. Zwar konnte unser Spitzendoppel (Jens/ Jens) gegen das Räckelwitzer Doppel 2 (Lukasch/ Lehnart) recht sicher mit 3:1 gewinnen, alle beiden anderen Doppel gingen aber an die Gäste. Unser Doppel 2 (Frank/ Frank) verlor, nach starken Kampf 1:3 gegen das Räckelwitzer Spitzendoppel (Straube/ Mith). Total verunsichert, zu wenig kaltschnäuzig und in den wichtigen Phasen zu fehleranfällig agierte unser Doppel 3 (Felix/Peter) und musste sich den Doppel 3 (Lehmann/ Linke) der Gäste 1:3 beugen. Nach den Doppeln stand es demnach 1:2 für die Gäste.
Die erste Einzelrunde endete mit einer Punkteteilung von 3:3. Gegen das obere Paarkreuz der Gäste war in dieser Konstellation nichts Zählbares zu holen. Jens Mandel verlor klar 0:3 gegen Stephan Mith und Frank Kramer musste sich den Überspieler der Liga, Roman Straube mit 1:3 beugen.
Unser mittleres Paarkreuz drehte den Spieß dann wieder um. Sowohl Felix als auch Jens Häfner konnten ihre Spiele gegen Robert Lehnart und Milan Lukasch klar mit 3:0 für sich entscheiden.
Im unteren Paarkreuz gab es eine Punkteteilung. Frank Richter gewann klar 3:0 gegen die Nr. 6 der Gäste Detlef Linke. Peter agierte in seinem ersten Einzel gegen Tobias Lehmann, der mit seinen langen Armen und der großen Reichweite immer die richtige Antwort gegen die Bälle von Peter hatte, zu unsicher und musste sich 1:3 geschlagen geben. Damit stand es nach den Doppeln und der ersten Einzelrunde 4:5 und es bestand noch ein kleiner Hoffnungsfunke auf eventuelle Punkte auf der Habenseite.
Die zweite Einzelrunde war dann an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten!
Jens Mandel spielte gut gegen Roman Straube, konnte sich aber gegen dessen überragende Spielklasse nicht durchsetzen und verlor 1:3. Besser machte es Frank Kramer. Mit Biss, Kampfeswillen und die nötige Abgeklärtheit in den engen Phasen des Spiels bezwang er Stephan Mith mit 3:2.
Spannend ging es weiter. Felix verlor die ersten beiden Sätze gegen Milan Lukasch denkbar knapp mit jeweils 2 Punkten Unterschied in den Satzverlängerungen. Das Spiel schien bereits verloren, als er im dritten Satz sogar einen Matchball abwehren musste. Doch dann kam die Wendung im Spiel und er konnte das Spiel noch mit 3:2 für sich entscheiden. Jens Häfner machte es eindeutiger und mit weniger Spannung gegen Robert Lehnart. Er verbuchte das Spiel klar mit 3:0 für sich. Eine großartige Leistung am heutigen Tag, die seine alte Leistungsstärke aufblitzen ließ.
Nervenaufreibend ging es im unter Paarkreuz weiter. Beide Spiele gingen beinahe zeitgleich los. Peter hatte seinen zweiten Gegner Detlef Linke klar im Griff und gewann sein Spiel 3:0. Parallel kämpfte Frank Richter und führte auch schnell 2:0. Alles schien entschieden und in unsere Richtung zu verlaufen. Doch sein Gegner Tobias Lehmann kämpfte sich ins Spiel zurück. Er konnte die Sätze drei und vier für sich entscheiden und nun standen wir vor dem abermals spannenden fünften Satz im Spiel. Der Satz, der entweder den Gästen die Möglichkeit eröffnet das Abschlussdoppel zu spielen und um ein Unentschieden zu kämpfen oder uns den Siegpunkt bringt. Ein hin und her, mit dem besseren Ende für Frank Richter, der mit einem abschließenden krachenden Vorhandschmetterball den 5. Satz mit 11:8 für sich entschied und uns den Siegpunkt einbrachte.
Am Ende stand ein knapper 9:6 Heimerfolg für uns zu Buche, der uns wichtige zwei Punkte auf der Habenseite im Kampf gegen den Abstieg einbringt.
Nun steht die Halbserienpause an. Eine Pause die wir nutzen müssen, um gestärkt Mitte Januar zum Abstiegsduell in heimischer Halle gegen die SG Großröhrsdorf 1. hervorzugehen.
Auf diesem Weg wünsche ich Allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. (fs)
